07.11.2015 in Aktuelles

Lebhafte Diskussion bei der SPD-Veranstaltung zur Zukunft unserer Arbeitswelt

 

Lebhafte Diskussion bei der SPD-Veranstaltung zur Zukunft unserer Arbeitswelt  

„Industrie 4.0“ – Chancen und Herausforderungen für die Arbeit von morgen

Walldorf. Am Mittwochabend begrüßte Siegfried Kopizenski für den Walldorfer SPD-Ortsverein Teilnehmer und Gäste einer Diskussionsrunde zum Thema „Arbeit der Zukunft“ im Sickinger Hof in Walldorf. Zu dieser Veranstaltung hatten die SPD-Arbeitsgemeinschaften für Arbeitnehmerfragen (AfA) und Bildung (AfB), sowie der SPD-Ortsverein Walldorf eingeladen. Klaus Stein, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim und Susanne Wenz, Bezirksgeschäftsführerin ver.di Mittelbaden-Nordschwarzwald konnten als Referenten gewonnen werden. Die Moderation übernahm Dr. Andrea Schröder-Ritzrau, SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Wiesloch.

Klaus Stein startete sein Eingangsreferat mit der Schilderung von Szenarien zu Beschäftigungsverhältnissen, wie sie heute bereits z.B. in der Kontraktlogistik vorgefunden werden können. Sie kennzeichnen sich durch die Beschäftigung über Werkverträge aus, die in der Regel zeitlich befristet sind. Dabei handelt es sich um angelernte Tätigkeiten, die gering vergütet werden und in einer Vollzeitbeschäftigung erbracht werden und trotzdem nicht auskömmlich für den Lebensunterhalt sind. Dies sei, so Stein, ein besonders großes Problem in Baden-Württemberg mit einem sehr hohen Anteil an Beschäftigten im Bereich der „angelernten Arbeit“.  In weiteren Beispielen veranschaulichte Klaus Stein, welche Veränderungen durch Digitalisierung in den Produktionsabläufen bereits eingetreten sind und weiter erwartet werden und welche Auswirkungen diese auf die Arbeitnehmer haben können.

Durch die fortschreitende Vernetzung von Produktionsabläufen, mit dem Ziel die Arbeit weiter zu verbilligen, sind Beschäftigungsverhältnisse für angelernte Tätigkeiten ganz besonders gefährdet. Außerdem wird von der Wirtschaft in zunehmendem Maß eine hohe Flexibilität der Arbeitnehmer erwartet. Selbst Beschäftigungsverhältnisse in qualifizierten Tätigkeiten, die heute noch sicher scheinen, können in Zukunft durch hochtechnisierte Produktionsabläufe entfallen.

Klaus Stein erläuterte, wie die Gewerkschaften den Wandel, der sich in den zukünftigen Jahrzehnten in den Beschäftigungsverhältnissen vollziehen wird, mitgestalten wollen.

Bildung auf breiter Basis wird eine wesentliche Aufgabe sein, um den abzusehenden Abbau der Beschäftigung in angelernten Tätigkeiten zu begegnen. „Vor uns liegen Aufgaben, die so hohe Investitionen verlangen, dass sie wohl nur von hochentwickelten Industrienationen zu bewältigen sind“, so Stein weiter.

Im Anschluss fasste Susanne Wenz die Veränderungen im Arbeitsmarkt zusammen, die wir in den letzten Jahren bereits miterlebt haben. Besonders kritisch wurde dabei die zunehmende Überwachung von Mitarbeitern, das Beschäftigen von scheinselbständigen Arbeitnehmern oder Leih- und Zeitarbeit betrachtet. Auch das Entfallen von Arbeitsplätzen durch Einsatz von moderner Technologie konnte anhand von Beispielen deutlich gemacht werden. Susanne Wenz betonte, dass Menschen unterschiedlicher Qualifikation eine Beschäftigung finden müssen und bedauerte, dass es immer schwerer wird, ohne höhere Bildungsabschlüsse Ausbildungsplätze zu finden. „Dem gegenüber steht jedoch ein großer Leerstand am Ausbildungsplätzen“, konstatierte die ver.di-Geschäftsführerin. Hier mahnte die SPD-Landtagskandidatin Andrea Schröder-Ritzrau die gesellschaftliche und politische Verantwortung an, den Wert von Arbeit umfänglicher zu betrachten. Zum Beispiel sei es wichtig, sich für die immer noch nicht ausreichende Anerkennung und gerechte Bezahlung im Bereich der sozialen Arbeit, der Erziehung und der Pflege einzusetzen. Auch berufliche, handwerkliche Fachkraftausbildung führe nicht in eine Sackgasse sondern sichere Fähigkeiten, die auch weiterhin dringend gebraucht werden. Auf das Thema Bildung angesprochen betonte Schröder-Ritzrau, dass die Schulen im Prozess 4.0 stärker mitgenommen entsprechend ausgestattet werden müssen. „Schließlich sind es die Schüler von heute, die die Apps für die Arbeit von morgen entwickeln werden.“

Nach den Eingangsreferaten entwickelte sich eine lebhafte und zum Teil kontroverse Diskussion.

Insgesamt erkannten die Teilnehmer und Gäste viele Chancen in der Veränderung der Arbeitswelt, ohne die Herausforderungen zu unterschätzen.

 

Kandidatinnen / Kandidaten

Der Ortsverein der SPD Rauenberg hat die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2019 nominiert.

Folgende Kandidaten wurden aufgestellt:

Christiane Hütt-Berger,
Elke Greulich
,
Alexander Bluhm,
Bettina Williams,
Edmund Berger,
Maik Bischoff
,
Thomas Hinger,
Birgitta Deckwer
,
Sebastian Kempski,
Heinrich Lehn,
Bernd Paul
,
Wolfgang Mayer,
Renate Hecker,
Thorsten-Kay Schick
,
Anna-Lisa Müller,
Herbert Meckler,
Hermann Sahm

Jürgen Wolf
Elke Uhrig,
Beate Knopf,
Claus Uhrig
 

 

Jahreshaupt-versammlung 2018

Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Rauenberg mit 
Malschenberg/Rotenberg & Malsch
 

Die SPD-Ortsvereine Rauenberg und Malsch haben sich zusammengeschlossen, deshalb fand am 16.10.2018 Im Gasthaus „Linde“ in Rauenberg eine gemeinsame Jahreshauptversammlung statt. 
Unter der Leitung von Alexander Lucas, Regionalgeschäftsführer des SPD-Kreisverbandes wurde eine neue Satzung beschlossen und ein gemeinsamer Vorstand gewählt. 
Der Name des gemeinsamen Ortsvereins lautet SPD Ortsverein Stadt Rauenberg mit Malschenberg/Rotenberg & Malsch. Der Sitz ist in Rauenberg. 
Als Vorstand wurden gewählt: 
• Christiane Hütt-Berger, 1. Vorsitzende 
• Renate Hecker und Thorsten-Kay Schick, Stellvertreter 
• Bettina Williams, Kassiererin 
• Alexander Bluhm, Beauftragter für digitale Medien 
• Doris Bock, Lucas Kelm und Christoph Vogel, Beisitzerinnen/Beisitzer 
• Heinz Laier und Elke Uhrig, Revisoren 
Am Ende der Jahreshauptversammlung bedanke sich Christiane Hütt-Berger für die konstruktiven Beiträge und der guten Zusammenarbeit mit den zahlreich erschienenen Mitglieder

für Ihre Fragen haben wir ein Wahlkreisbüro

Wahlkreisbüro Dr. Lars Castellucci MdB
Marktstraße 11
69168 Wiesloch
Fon +49 (0)6222-9399506
Fax +49 (0)6222-9399508
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