23.03.2021 in AG 60plus

Stellungnahme zum geplanten Wohngebiet "Sandäcker"

 
Quelle: Jacob Lund - stock.adobe.com

In den letzten zwei Wochen erreichten uns viele Stellungnahmen und Fragen zum geplanten Baugebiet „Sandäcker“.

Wir nehmen alle Äußerungen von Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und alle, die uns direkt angeschrieben haben, erhalten ein umfassendes Antwortschreiben. Unsere Entscheidungen basieren immer auf einem Abwägungsprozess, der möglichst alle Interessen gegenüberstellt. In diesem Fall sind die Interessen der Anwohner von Belang, aber auch die des Naturschutzes und der Zukunft der Stadt Rauenberg. Dazu kommen die gesetzlichen, kommunalen und übrigen Rahmenbedingungen, die unsere Entscheidungsspielräume in fast allen Bereichen drastisch einschränken.

1. Bevölkerungsentwicklung in Rauenberg
Erwerbstätige und Familiengründer bilden das Fundament unserer Wirtschaft und des gesellschaftliches/kulturellen Lebens. Sie erarbeiten die finanzielle Grundlage, die auch Rauenberg braucht, um seine Infrastruktur aufrechtzuerhalten, die gesetzlichen Pflichtaufgaben und freiwilligen Leistungen zu erfüllen. Alle anderen Bevölkerungsgruppen (Kinder, Jugendliche und Senioren) werden durch diesen Beitrag zum Bruttosozialprodukt mitgetragen. Bei keiner Zuwanderung wird die demografische Entwicklung zu dramatischen Verschiebungen führen und drastische Konsequenzen haben. Nur mit einem ungefähren Wanderungssaldo von jährlich 60 Personen können wir diese Entwicklung einigermaßen ausbalancieren. Der daraus berechnende Flächenbedarf liegt bei ca. 23ha bis 2035 (siehe Stadtentwicklungskonzept S.34 ff).

2. Potenziale nutzen
Es müssen alle zur Verfügung stehenden Potenziale genutzt werden. Dazu gehören die Innenentwicklung, die Gebäudepotentialanalyse, die Leerstandsanalyse, Baulückenanalyse und die Außenentwicklung. Rauenberg hat durch die Stadtkernsanierung mit der finanziellen Unterstützung des Landes viel Geld in die Innenentwicklung investiert. Der Erfolg steht und fällt hier mit der Bereitschaft der privaten Eigentümer mitzuwirken. Dazu gehört auch die Eigentümerin des Schlosses. Hier wurden viele Pläne angekündigt, aber wenig Geld abgerufen. Nur die Remise konnte hier nach langen Gesprächen saniert werden. Das Schloss steht unter Denkmalschutz und wird auch vom Winzermuseum und einigen Firmen genutzt. Das Problem der vielen Gebäudeleerstände (Rauenberg 33; Malschenberg 25 und Rotenberg 12) stellt für die SPD-Fraktion ein ganz wichtiges Anliegen dar. Wir haben dazu bereits mehrere Anläufe genommen, die Stadtverwaltung aufzufordern, mit den Eigentümern ins Gespräch zu gehen. Die Verwaltung sieht hier wenig Aussicht auf Erfolg. Da wird die SPD-Fraktion auf jeden Fall „am Ball bleiben“.Die Baulücken in den bereits überplanten Baugebieten können nicht einfach geschlossen werden. Eine nachträgliche Bauverpflichtung für Bebauungspläne ist vom Gesetzgeber ausgeschlossen. Bauverpflichtungen sind leider nur in zukünftigen Baugebieten umsetzbar. Im zuletzt erschlossenen Baugebiet „Märzwiesen“ war dies nicht nötig, da das Gebiet innerhalb kürzester Zeit fast komplett bebaut war. Leider „horten“ die Rauenberger gerne Grund und Boden und für Enteignungen hat der Gesetzgeber hohe Hürden gesetzt. Die Stadt Rauenberg hat fast keine eigenen Grundstücke mehr, um Wohnbedarfe zu decken. Ausweisung von Baugebieten setzt langfristige Planungen voraus, die im Flächennutzungsplan (FNP) und der darüberliegenden Regionalplanung abgebildet werden. Die Planungsräume bewegen sich hier im 10 bis 15 Jahresrhythmus und können von der Kommune nicht beschleunigt werden.

3. Außenentwicklung
Die Stadt Rauenberg ist durch ein hohes Maß an Landschaft- und Naturschutzgebieten (ca. 60% der Gemarkungsfläche) eine begehrte Wohngemeinde. Wir sind von Natur (dazu gehören auch die von Europa ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat Gebiete) umgeben und unsere Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnflächen ist im FNP sehr begrenzt. In Rauenberg sind dies nur noch 4 kleinere Gebiete, die alle in der Abrundung der Bebauungsgrenze liegen und damit auch alle direkt an schützenswerte Gebiete angrenzen. Der Gemeinderat hat sich als Erstes für die Umsetzung des größten Gebietes Sandäcker entschieden, das schon seit über 30 Jahren im FNP enthalten ist. Damals wurden noch keine Umweltverträglichkeitsprüfungen gefordert; diese erfolgen jetzt aber sehr umfassend. Mittlerweile haben sich bei der Stadtverwaltung über 200 Interessenten gemeldet. Der Bedarf an Grundstücken ist in Rauenberg riesig. Alle Gebiete stellen die Planer vor Herausforderungen; so wirft das Gebiet „Frauenwiesen“ mit seiner Nähe zur Autobahn,  Kreisstraße, Gewerbegebiet Langwiesen und dem Sportplatz z. B. Fragen der Lärmbelästigungen auf.
 

4. Entwurfsplanung „Sandäcker“

a) Kaltluftschneise
Dies muss intensiv geprüft werden, inwieweit die Kaltluftschneise durch die Bebauung tangiert und eventuell erschwert wird. Auch im Gebiet „Märzwiesen“ haben wir uns mit diesem Thema bereits beschäftigt.

b) Naturschutz/Biotopausweisung
Hier wurde bereits ein artenschutzrechtliches Gutachten gemacht und vorgestellt. Der umfangreiche Maßnahmenkatalog wird uns im Laufe des Verfahrens noch lange begleiten. Die Umsetzung muss erfolgen ohne „wenn und aber.“ Die untere Naturschutzbehörde ist seit vielen Jahren ein sehr strenger „Taktgeber“. Das bestehende Biotop wird neu kartiert und bewertet.

c) Größe der Grundstücke / Bebaubarkeit
Richtig ist aus unserer Sicht, die Anzahl der Wohnungen pro Gebäude auf 2 in größten Teilen des Gebietes zu beschränken. Die überwiegende Zahl soll mit Einzel- oder Doppelhäusern bebaut werden. Es sollten aber auch neue Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser möglich sein. Dazu wäre es notwendig ein kleines Gebiet (vielleicht im Süden) für mehrgeschossige Gebäude vorzusehen. Insgesamt werden die Grundstücke mit 450 bis 500qm sehr hochpreisig ausfallen. Hier sollten auch kleinere Grundstücke und mehr Möglichkeiten für Doppelhäuser entstehen. Auch ist uns bewusst, dass durch diese Änderungen noch mehr Bewohner in dieses Gebiet einziehen werden.

d) Verkehrliche Anbindung
Zunächst sollte eine Verkehrsuntersuchung erfolgen. Dabei sehen wir die Anbindung nur durch die Zeppelin-Menges-Straße kritisch. Die Bahnhofstraße ist bereits durch die dichte Bebauung im Weiherhäusel und den hochfrequentierten Radweg stark belastet. Wir schlagen eine Einbahnstraßenregelung für Autos vor, Einfahrt in Zeppelin-Menges-Straße und Ausfahrt in die Weinstraße. Radfahrer erhalten einen eigenen Parkplatz und können in beide Richtungen fahren. Zugegebener Maßen kommen wir mit der Verkehrsbelastung in Rauenberg an eine gefährliche Grenze. Allerdings nutzen viele Menschen den öffentlichen Parkraum als ihr persönliches Eigentum und sehen keine Notwendigkeit ihr Auto auf eigene Stellplätze zu stellen. Dieses Problem haben alle Städte und Gemeinden. Je enger die Bebauung, desto kritischer ist die Situation. Die Ausweitung des ÖPNV ist eine Möglichkeit; kostet aber auch wieder Geld. Wir gestehen, dass wir hier auch kein „Allheilmittel“ sehen und sind für Vorschläge offen.

d) Entwässerungskonzept
Hier werden Fachplanungen in Auftrag gegeben werden. Dies kann kein Gemeinderat - in der Tiefe wie notwendig-  beurteilen. Wir stehen mit dieser Entwurfsplanung erst am Anfang eines langen Planungsprozesses. Wir hoffen weiterhin auf Ihre Anregungen seitens der Bürgerschaft

Christiane Hütt-Berger
SPD-Fraktionsvorsitzende

 

09.10.2020 in AG 60plus

Kick-Off zum Landtagswahlkampf

 
Die SPD Rhein-Neckar stärkt Andrea und Jaric den Rücken
Zum Kick-Off des Wahlkampfes von Andrea Schröder-Ritzrau, nach der erfolgreichen Nominierungskonferenz zur Landtagskandidatur, traf sie sich mit den verschiedenen Vertreter*innen der Ortsvereine, um ihnen ihre Strategie vorzustellen.

Nach der Präsentation sammelten alle Anwesenden gemeinsam weitere Ideen zur zukünftigen Umsetzung.

"Es ist mir sehr wichtig, möglichst viele intelligente und erfahrene Köpfe an meinem Wahlkampf teilhaben zu lassen, aber vor allem auch junge Menschen einzubinden."

betont Schröder-Ritzrau.

Besonders in Hinsicht auf Hausbesuche, Werbung und die Organisation zählt sie auf das Engagement vieler Mitglieder.

"Zum Glück bin ich der SPD, da ist es selbstverständlich mitanzupacken."

so Andrea Schröder-Ritzrau.

Die SPD Rauenberg steht voll und ganz hinter unserer Erst- und unserem Zweitkandidaten. Wir möchten die beiden mit aller Kraft unterstützen.

 

für Ihre Fragen haben wir ein Wahlkreisbüro

Wahlkreisbüro Dr. Lars Castellucci MdB
Marktstraße 11
69168 Wiesloch
Fon +49 (0)6222-9399506
Fax +49 (0)6222-9399508
Email lars.castellucci.ma01@bundestag.de
für uns im Bundestag

Andrea Schröder-Ritzrau besucht Wochenmarkt

Am letzten Mittwoch besuchte unsere Landtagskandidatin Andrea Schröder-Ritzrau unseren Wochenmarkt.

Als passionierte Fahrradfahrerin kam sie von Walldorf geradelt und hat sich zusammen mit Christiane Hütt-Berger, der Ortsvereinsvorsitzenden, einen Überblick von dem ansprechenden Angebot auf dem Wochenmarkt machen können.

„So frisch wie hier, kann man die regionalen Produkte nirgends kaufen“, zeigt sich Andrea Schröder-Ritzrau begeistert von dem Marktangebot. „Es ist sehr wichtig, sich gesund zu ernähren. Gleichzeitig wird die Umwelt geschont, denn der lokale Anbau schließt lange Lieferketten aus. Außerdem wird weniger Müll produziert, da fast keine Verpackung aus Plastik oder Folie notwendig ist.“

Auch Christiane Hütt-Berger ist froh, dass die Rauenberger Bevölkerung während der Schließung von Aldi und Rewe sich zumindest einmal wöchentlich mit Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Geflügel, Obst, Gemüse, Brot, Fisch, Honig, Feinkost, Antipasti und Pizza versorgen konnten. Der Kaffeewagen hat sich in den sechs Wochen des Probebetriebes als Treffpunkt entwickelt und der Blumenverkauf ist eine ästhetische Bereicherung.

„Die Anbieter haben sich mittlerweile für die Fortführung des Marktes ausgesprochen und so wird es nächste Woche mit dem Frischangebot weitergehen,“ freut sich Christiane Hütt-Berger. Die Bevölkerung hat den Markt gut angenommen und viele Rauenberger wünschen sich einen dauerhaften Markt.

„Es wäre zu begrüßen, wenn es noch weitere Anbieter zukünftig geben würde, denn je mehr Stände es gibt, desto attraktiver ist der Markt.“ Vielleicht können die Winzer, wenn der Herbst jetzt vorbei ist, mit einem kleinen Angebot an Sekt und Wein dazu kommen…..

Hier die wichtigsten Themen, für die sich Andrea Schröder-Ritzrau im Landtag einsetzen will:

Umwelt

Die Forschung am natürlichen Klimawandel und das Studium der Geologie macht mich zur Fachfrau für die Themen Umwelt und Klima. Nicht gegen, sondern mit Friday‘s for Future müssen wir eine ambitionierte Umweltstrategie für unsere Kinder und Kindeskinder schon heute auf das richtige Gleis setzen.

Gleichstellung

Gleichstellung und Respekt können nur dort wachsen, wo wir Menschen auf Augenhöhe begegnen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Wo wir sie beteiligen.

Bildung

Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Sie sind Teile der Gesellschaft von morgen. Sie sind die Innovation, die Kreativität und die Fürsorge für die Gemeinschaft und es gibt nichts Wichtigeres für Politik, als sich um diese Zukunft zu kümmern.

Arbeit

Eine starke Wirtschaft ist der Motor unserer Region. Es sind die ganz großen Unternehmen, aber auch die Mittelständler und die kleinen Familienbetriebe, die alle Teile dieses Motors sind.

Weitere Infos auf:

https://andrea.schroeder-ritzrau.de/themen/
https://de-de.facebook.com/AndreaSchroederRitzrau